Allgemeine Geschäftsbedingungen

Die Vivalpin GmbH & Co. KG, mit den Marken:

-              Berg- & Skischule Vivalpin

-              SportScheck Berg- und Skischule by VIVALPIN

-              Zugspitzguides by VIVALPIN

bietet Kurse, Führungen und Reisen an

Je nach Leistungsumfang und Reise-/Kursdauer gelten dafür die entsprechenden AGB’s i.S.d. § 13 BGB. Diese erhält jeder Teilnehmer mit seiner Buchungsbestätigung ausgehändigt.

- für alle mehrtägigen Kurse, Führungen und Reisen mit mehreren Einzelleistungen gelten die Reisebedingungen für Pauschalreisen

- für Dienstleistungen wie Tageskurse und -Führungen sowie für buchbare Einzel-Leistungen gelten die AGB’s für Tageskurse und Führungen

 

 

Teil 1 – Allgemeine Reisebedingungen für Pauschalreisen (Mehrtägige Touren und Kurse mit mehreren Angebotsbestandteilen)

Die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen dem

Kunden und dem Reiseveranstalter

Vivalpin GmbH & Co KG, Hindenburgstrasse 14, 82467 Garmisch-Partenkirchen

vertreten durch die VIVALPIN Verwaltungs GmbH,

vertreten durch die Geschäftsführer Wolfgang Pohl und Christof Schellhammer

unter den Marken

Berg- & Skischule VIVALPIN

SportScheck Berg- und Skischule by VIVALPIN

Zugspitzguides by VIVALPIN

zu Stande kommenden Pauschalreisevertrages. 

Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§

651a - y BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und der Artikel 250 und 252 des EGBGB (Einführungsgesetz

zum BGB) und füllen diese aus.

Die Reisebedingungen gelten folglich nicht, wenn der Kunde keine Pauschalreise (sondern z.B.

verbundene Reiseleistungen gemäß § 651w BGB) gebucht hat, da er hierüber eine entsprechende

andere Information erhält.

Die Reisebedingungen gelten ferner nicht für Geschäftsreisen, soweit mit dem Kunden ein

Rahmenvertrag für die Organisation von Geschäftsreisen geschlossen wurde.

 

1. Abschluss des Pauschalreisevertrages / Verpflichtung für Mitreisende

1.1. Für alle Buchungswege (z.B. im Reisebüro, direkt beim Veranstalter, telefonisch, online etc.) gilt:

a) Grundlage dieses Angebots sind die Reiseausschreibung und die ergänzenden Informationen des

Reiseveranstalters für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden bei der Buchung vorliegen.

b) Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von Reisenden, für die er die Buchung vornimmt,

wie für seine eigenen einzustehen, soweit er diese Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte

Erklärung übernommen hat.

c) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung des Reiseveranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt

ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von zehn Tagen gebunden ist.

Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, soweit der Reiseveranstalter

bezüglich des neuen Angebots auf die Änderung hingewiesen und seine vorvertraglichen

Informationspflichten erfüllt hat und der Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die

Annahme durch ausdrückliche Erklärung oder Anzahlung erklärt.

d) Die vom Veranstalter gegebenen vorvertraglichen Informationen über wesentliche Eigenschaften

der Reiseleistungen, den Reisepreis und alle zusätzlichen Kosten, die Zahlungsmodalitäten, die

Mindestteilnehmerzahl und die Stornopauschalen (gemäß Artikel 250 § 3 Nummer 1, 3 bis 5 und

7 EGBGB) werden nur dann nicht Bestandteil des Pauschalreisevertrages, sofern dies zwischen den

Parteien ausdrücklich vereinbart ist.

1.2. Für die Buchung, die mündlich, telefonisch, schriftlich, per E-Mail, SMS oder per Telefax erfolgt,

gilt:

a) Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des

Pauschalreisevertrages verbindlich an.

b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Reisebestätigung durch den Reiseveranstalter zustande.

Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der Reiseveranstalter dem Kunden eine den

gesetzlichen Vorgaben entsprechende Reisebestätigung auf einem dauerhaften Datenträger

übermitteln (welcher es dem Kunden ermöglicht, die Erklärung unverändert so aufzubewahren oder zu

speichern, dass sie ihm in einem angemessenen Zeitraum zugänglich ist, z.B. auf Papier oder per

Email), sofern der Reisende nicht Anspruch auf eine Reisebestätigung in Papierform nach Art. 250 § 6

Abs. 1 S. 2 EGBGB hat, weil der Vertragsschluss in gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit beider

Parteien oder außerhalb von Geschäftsräumen erfolgte.

1.3. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr (z.B. Internet, App, Telemedien) gilt für den

Vertragsabschluss:

a) Dem Kunden wird der Ablauf der elektronischen Buchung in der entsprechenden Anwendung

erläutert.

b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur Löschung oder zum Zurücksetzen des

gesamten Buchungsformulars eine entsprechende Korrekturmöglichkeit zur Verfügung, deren

Nutzung erläutert wird.

c) Die zur Durchführung der elektronischen Buchung angebotenen Vertragssprachen sind

angegeben.

d) Soweit der Vertragstext vom Reiseveranstalter gespeichert wird, wird der Kunde darüber und über

die Möglichkeit zum späteren Abruf des Vertragstextes unterrichtet.

e) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) „zahlungspflichtig buchen“ oder mit vergleichbarer

Formulierung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des Pauschalreisevertrages

verbindlich an.

f) Dem Kunden wird der Eingang seiner Reiseanmeldung unverzüglich auf elektronischem Weg

bestätigt (Eingangsbestätigung).

g) Die Übermittlung der Reiseanmeldung durch Betätigung des Buttons begründet keinen Anspruch

des Kunden auf das Zustandekommen eines Vertrages.

h) Der Vertrag kommt erst durch den Zugang der Reisebestätigung des Reiseveranstalters beim

Kunden zu Stande, die auf einem dauerhaften Datenträger erfolgt. Erfolgt die Reisebestätigung sofort

nach Betätigung des Buttons „zahlungspflichtig buchen“ durch entsprechende unmittelbare

Darstellung der Reisebestätigung am Bildschirm, so kommt der Pauschalreisevertrag mit Darstellung

dieser Reisebestätigung zu Stande. In diesem Fall bedarf es auch keiner Zwischenmitteilung über den

Eingang der Buchung gemäß Buchstabe f) oben, soweit dem Kunden die Möglichkeit zur Speicherung

auf einem dauerhaften Datenträger und zum Ausdruck der Reisebestätigung angeboten wird. Die

Verbindlichkeit des Pauschalreisevertrages ist jedoch nicht davon abhängig, dass der Kunde diese

Möglichkeiten zur Speicherung oder zum Ausdruck tatsächlich nutzt.

1.4 Der Reiseveranstalter weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 312 Abs. 7,

312g Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 BGB) bei Pauschalreiseverträgen nach § 651a und § 651c BGB, die im

Fernabsatz abgeschlossen wurden (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über

Mobilfunk versendete Kurznachrichten (SMS) sowie Rundfunk, Telemedien und Onlinedienste), kein

Widerrufsrecht besteht, sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte,

insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß § 651h BGB (siehe hierzu auch Ziff. 5). Ein Widerrufsrecht

besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a BGB außerhalb von

Geschäftsräumen geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der

Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im

letztgenannten Fall besteht kein Widerrufsrecht.

 

2. Bezahlung

2.1 Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der

Pauschalreise nur fordern oder annehmen, wenn ein wirksamer Kundengeldabsicherungsvertrag

besteht und dem Kunden der Sicherungsschein mit Namen und Kontaktdaten des

Kundengeldabsicherers in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise übergeben wurde. Nach

Vertragsabschluss wird gegen Aushändigung des Sicherungsscheines eine Anzahlung in Höhe von

20 % des Reisepreises zur Zahlung fällig. Die Restzahlung wird 30 Tage vor Reisebeginn fällig, sofern

der Sicherungsschein übergeben ist und das Rücktrittsrecht des Reiseveranstalters aus dem in Ziffer

8 genannten Grund nicht mehr ausgeübt werden kann.

2.2 Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten

Zahlungsfälligkeiten, obwohl der Reiseveranstalter zur ordnungsgemäßen Erbringung der

vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist, seine gesetzlichen Informationspflichten erfüllt hat

und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden besteht, so ist der

Reiseveranstalter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Pauschalreisevertrag

zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 5.2 Satz 2 bis 5.5 zu belasten.

3. Änderungen von Vertragsinhalten vor Reisebeginn, die nicht den Reisepreis betreffen

3.1 Abweichungen wesentlicher Eigenschaften von Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des

Pauschalreisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter

nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind dem Reiseveranstalter vor Reisebeginn

gestattet, soweit die Abweichungen unerheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht

beeinträchtigen.

3.2. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen unverzüglich nach

Kenntnis von dem Änderungsgrund auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. auch durch E-Mail, SMS

oder Sprachnachricht) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise zu informieren.

3.3 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Eigenschaft einer Reiseleistung oder der

Abweichung von besonderen Vorgaben des Kunden, die Inhalt des Pauschalreisevertrags geworden

sind, ist der Kunde berechtigt, innerhalb einer vom Reiseveranstalter gleichzeitig mit Mitteilung der

Änderung gesetzten angemessenen Frist

- entweder die Änderung anzunehmen

- oder unentgeltlich vom Pauschalreisevertrag zurückzutreten

- oder die Teilnahme an einer Ersatzreise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter

eine solche Reise angeboten hat.

Der Kunde hat die Wahl, auf die Mitteilung des Reiseveranstalters zu reagieren oder nicht. Wenn der

Kunde gegenüber dem Reiseveranstalter reagiert, dann kann er entweder der Vertragsänderung

zustimmen, die Teilnahme an einer Ersatzreise verlangen, sofern ihm eine solche angeboten wurde,

oder unentgeltlich vom Vertrag zurücktreten.

Wenn der Kunde gegenüber dem Reiseveranstalter nicht oder nicht innerhalb der gesetzten Frist

reagiert, gilt die mitgeteilte Änderung als angenommen.

Hierauf ist der Kunde in der Erklärung gemäß Ziffer 3.2 in klarer, verständlicher und hervorgehobener

Weise hinzuweisen.

3.4. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit

Mängeln behaftet sind. Hatte der Reiseveranstalter für die Durchführung der geänderten Reise bzw.

Ersatzreise bei gleichwertiger Beschaffenheit geringere Kosten, ist dem Kunden der Differenzbetrag

entsprechend § 651m Abs. 2 BGB zu erstatten.

 

4. Preisänderung nach Vertragsschluss

Der Reiseveranstalter kann den Reisepreis einseitig nur erhöhen, wenn die Erhöhung des

Reisepreises sich unmittelbar ergibt aus einer nach Vertragsschluss erfolgten

a) Erhöhung des Preises für die Beförderung von Personen aufgrund höherer Kosten für

Treibstoff oder andere Energieträger,

b) Erhöhung der Steuern und sonstigen Abgaben für vereinbarte Reiseleistungen, wie

Touristenabgaben, Hafen- oder Flughafengebühren, oder

c) Änderungen der für die betreffende Pauschalreise geltenden Wechselkurse.

Der Reiseveranstalter hat den Reisenden auf einem dauerhaften Datenträger klar und verständlich

über die Preiserhöhung und deren Gründe zu unterrichten und hierbei die Berechnung der

Preiserhöhung mitzuteilen.

Eine Preiserhöhung ist nur wirksam, wenn sie diesen Anforderungen entspricht und die Unterrichtung

des Reisenden nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn erfolgt.

Der Reisende kann eine Senkung des Reisepreises verlangen, wenn und soweit sich die in Nr. 4 a-c

genannten Preise, Abgaben oder Wechselkurse nach Vertragsschluss und vor Reisebeginn geändert

haben und dies zu niedrigeren Kosten für den Reiseveranstalter führt.

Hat der Reisende mehr als den hiernach geschuldeten Betrag gezahlt, ist der Mehrbetrag vom

Reiseveranstalter zu erstatten.

Der Reiseveranstalter darf von dem zu erstattenden Mehrbetrag die ihm tatsächlich entstandenen

Verwaltungsausgaben abziehen. Er hat dem Reisenden auf dessen Verlangen nachzuweisen, in

welcher Höhe Verwaltungsausgaben entstanden sind.

 

5. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn / Rücktrittskosten

5.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom Pauschalreisevertrag zurücktreten. Der Rücktritt

ist gegenüber dem Reiseveranstalter zu erklären. Falls die Reise über einen Reisevermittler gebucht

wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den

Rücktritt auf einem dauerhaften Datenträger zu erklären.

5.2 Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der

Reiseveranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter eine

angemessene Entschädigung verlangen, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder am

Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe außergewöhnliche Umstände auftreten, die die

Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort

erheblich beeinträchtigen; Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich, wenn sie nicht der

Kontrolle des Reiseveranstalters unterliegen, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden

lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.

5.3 Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Reisepreis abzüglich des Werts der vom

Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch anderweitige

Verwendung der Reiseleistungen erwirbt, welche auf Verlangen des Kunden durch den

Reiseveranstalter zu begründen ist. Der Reiseveranstalter hat die nachfolgenden

Entschädigungspauschalen unter Berücksichtigung des Zeitraums zwischen der Rücktrittserklärung

und dem Reisebeginn sowie unter Berücksichtigung der erwarteten Ersparnis von Aufwendungen und

des erwarteten Erwerbs durch anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen festgelegt. Die

Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung wie folgt mit der

jeweiligen Stornostaffel berechnet:

- bis einschließlich 30. Tag vor Reisebeginn von 20 % des Reisepreiseses

- bis einschließlich 14. Tag vor Reisebeginn 50% des Reisepreises,

- bis einschließlich 1 Tag vor Reisebeginn 80% des Reisepreises,

- am Anreisetag 100 % des Reisepreises.

5.4 Dem Kunden bleibt in jedem Fall der Nachweis gestattet, die dem Reiseveranstalter zustehende

angemessene Entschädigung sei wesentlich niedriger als die von ihm geforderte

Entschädigungspauschale.

5.5 Der Reiseveranstalter behält sich vor, anstelle der vorstehenden Entschädigungspauschalen eine

höhere, individuell berechnete Entschädigung zu fordern, soweit der Reiseveranstalter nachweist,

dass ihm wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Entschädigungspauschale

entstanden sind. In diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung

unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch

anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt, konkret zu beziffern und zu begründen.

5.6 Ist der Reiseveranstalter infolge eines Rücktritts zur Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet,

hat er unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rücktrittserklärung

zu leisten.

5.7 Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651e BGB vom Reiseveranstalter durch Mitteilung

auf einem dauerhaften Datenträger zu verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und

Pflichten aus dem Pauschalreisevertrag eintritt, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.

Eine solche Erklärung ist in jedem Fall rechtzeitig, wenn sie dem Reiseveranstalter 7 Tage vor

Reisebeginn zugeht.

 

6. Umbuchungen

6.1 Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins,

des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung)

besteht nicht. Dies gilt nicht, wenn die Umbuchung erforderlich ist, weil der Reiseveranstalter keine,

eine unzureichende oder falsche vorvertragliche Information gemäß Art. 250 § 3 EGBGB gegenüber

dem Reisenden gegeben hat; in diesem Fall ist die Umbuchung kostenlos möglich.

Wird in den übrigen Fällen auf Wunsch des Kunden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann

der Reiseveranstalter ein Umbuchungsentgelt erheben, das sich wie folgt bestimmt:

- bis 21 Tage vor der Reise: 25 € pro Reiseteilnehmer

- bis einschließlich 14. Tag vor Reisebeginn 50% des Reisepreises,

- bis einschließlich 1 Tag vor Reisebeginn 80% des Reisepreises,

- am Anreisetag 100 % des Reisepreises.

6.2 Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf der Fristen erfolgen, können, sofern ihre

Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Pauschalreisevertrag gemäß Ziffer 5 zu

den Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei

Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

 

7. Nicht in Anspruch genommene Leistung

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, zu deren vertragsgemäßer Erbringung der

Reiseveranstalter bereit und in der Lage war, nicht in Anspruch aus Gründen, die dem Reisenden

zuzurechnen sind, hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises, soweit solche

Gründe ihn nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen zum kostenfreien Rücktritt oder zur

Kündigung des Reisevertrages berechtigt hätten. Der Reiseveranstalter wird sich um Erstattung der

ersparten Aufwendungen durch die Leistungsträger bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es

sich um völlig unerhebliche Aufwendungen handelt.

8. Rücktritt wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl

8.1. Der Reiseveranstalter kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl nur dann vom

Pauschalreisevertrag zurücktreten, wenn er

a) in der jeweiligen vorvertraglichen Unterrichtung die Mindestteilnehmerzahl beziffert sowie den

Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Kunden spätestens die

Erklärung zugegangen sein muss, angegeben hat und

b) in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist angibt.

Ein Rücktritt ist dem Kunden gegenüber spätestens an dem Tag zu erklären, der dem Kunden in der

vorvertraglichen Unterrichtung und der Reisebestätigung angegeben wurde.

Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht

erreicht werden kann, hat der Reiseveranstalter unverzüglich von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu

machen.

8.2. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, hat der Reiseveranstalter unverzüglich, auf

jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Zugang der Rücktrittserklärung, Zahlungen des

Kunden auf den Reisepreis zurückzuerstatten.

 

9. Teilnehmerdaten

(1) Mit seiner Buchung gestattet der Teilnehmer VIVALPIN die Weitergabe seiner Kontaktdaten in einer Teilnehmerliste (Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer) an die anderen Teilnehmer derselben Veranstaltung zum Zwecke der Organisation von Fahrgemeinschaften. Alle übrigen Regelungen zu Erhebung, Speicherung und Nutzung der Teilnehmerdaten finden sich in der Datenschutzrichtlinie.

 

 

10. Mitwirkungspflichten des Reisenden

10.1 Persönliche Voraussetzungen und Reiseunterlagen

Falls der Kunde die körperlichen Voraussetzungen und das für die jeweiligen Reisen erforderliche

persönliche Können wie in den Reisebeschreibungen/Kursklassen konkret beschrieben, nicht erfüllt,

kann der Veranstalter den Kunden von Touren ganz oder teilweise ausschließen bzw. auf Ersatztouren,

Kurse mit geringeren Anforderungen verweisen.

Der Kunde verpflichtet sich, dem Veranstalter bestehende gesundheitliche Beeinträchtigungen,

Behinderungen, Erkrankungen oder eine bestehende Schwangerschaft wahrheitsgemäß bekannt zu

geben. Bei ernsthaften Erkrankungen ist die Teilnahme grundsätzlich nur nach Genehmigung des

behandelnden Arztes möglich.

Der Kunde hat den Reiseveranstalter oder seinen Reisevermittler, über den er die Pauschalreise

gebucht hat, zu informieren, wenn er die notwendigen Reiseunterlagen (z.B. Flugschein,

Hotelgutschein) nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist erhält.

10.2 Mängelanzeige / Abhilfeverlangen

Wird die Reise nicht frei von Reisemängeln erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen.

Soweit der Reiseveranstalter infolge einer schuldhaften Unterlassung der Mängelanzeige nicht

Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende weder Minderungsansprüche nach § 651m BGB noch

Schadensersatzansprüche nach § 651n BGB geltend machen

Der Reisende ist verpflichtet, seine Mängelanzeige unverzüglich dem Vertreter des

Reiseveranstalters vor Ort zur Kenntnis zu geben. Ist ein Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort

nicht vorhanden und vertraglich nicht geschuldet, sind etwaige Reisemängel dem Reiseveranstalter

unter der mitgeteilten Kontaktstelle des Reiseveranstalters zur Kenntnis zu bringen; über die

Erreichbarkeit des Vertreters des Reiseveranstalters bzw. seiner Kontaktstelle vor Ort wird in der

Reisebestätigung unterrichtet. Der Reisende kann jedoch die Mängelanzeige auch seinem

Reisevermittler, über den er die Pauschalreise gebucht hat, zur Kenntnis bringen.

Der Vertreter des Reiseveranstalters ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen sofern dies möglich ist. Er ist

jedoch nicht befugt, Ansprüche anzuerkennen.

10.3 Fristsetzung vor Kündigung

Will ein Kunde/Reisender den Pauschalreisevertrag wegen eines Reisemangels der in § 651i Abs.

2 BGB bezeichneten Art, sofern er erheblich ist, nach § 651l BGB kündigen, hat er dem

Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann

nicht, wenn die Abhilfe vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Abhilfe

notwendig ist.

10.4 Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung bei Flugreisen; besondere Regeln und Fristen

zum Abhilfeverlangen

(a) Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung im

Zusammenhang mit Flugreisen nach den luftverkehrsrechtlichen Bestimmungen vom Reisenden

unverzüglich vor Ort mittels Schadensanzeige („P.I.R.“) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen

sind. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter können die Erstattungen aufgrund internationaler

Übereinkünfte ablehnen, wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die

Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen,

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nach Aushändigung zu erstatten.

(b) Zusätzlich ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck unverzüglich

dem Reiseveranstalter, seinem Vertreter bzw. seiner Kontaktstelle oder dem Reisevermittler

anzuzeigen. Dies entbindet den Reisenden nicht davon, die Schadenanzeige an die Fluggesellschaft

gemäß Buchst. a) innerhalb der vorstehenden Fristen zu erstatten.

 

11. Beschränkung der Haftung

11.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind und

nicht schuldhaft herbeigeführt wurden, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Möglicherweise

darüber hinausgehende Ansprüche nach internationalen Übereinkünften oder auf solchen beruhenden

gesetzlichen Vorschriften bleiben von der Beschränkung unberührt.

11.2 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im

Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. vermittelte

Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen), wenn diese Leistungen in der

Reiseausschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe der Identität und

Anschrift des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet wurden,

dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Pauschalreise des Reiseveranstalters

sind und getrennt ausgewählt wurden. Die §§ 651b, 651c, 651w und 651y BGB bleiben hierdurch

unberührt.

Der Reiseveranstalter haftet jedoch, wenn und soweit für einen Schaden des Reisenden die

Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters ursächlich

war.

 

12. Geltendmachung von Ansprüchen: Adressat, Information über Verbraucherstreitbeilegung

12.1 Ansprüche nach den § 651i Abs. 3 Nr. 2, 4-7 BGB hat der Kunde/Reisende gegenüber dem

Reiseveranstalter geltend zu machen. Die Geltendmachung kann auch über den Reisevermittler

erfolgen, wenn die Pauschalreise über diesen Reisevermittler gebucht war. Eine Geltendmachung auf

einem dauerhaften Datenträger wird empfohlen.

12.2 Der Reiseveranstalter weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf

hin, dass er nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt. Sofern eine

Verbraucherstreitbeilegung nach Drucklegung dieser Reisebedingungen für den Reiseveranstalter

verpflichtend würde, informiert der Reiseveranstalter den Kunden hierüber in geeigneter Form. Der

Reiseveranstalter weist für alle Reiseverträge, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen

wurden, auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.

13. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden

Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reiseveranstalter, den Kunden über die Identität der

ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden

Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren.

Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Reiseveranstalter

verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die

wahrscheinlich den Flug bzw. die Flüge durchführen wird bzw. werden. Sobald der Reiseveranstalter

weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss er den Kunden informieren.

Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der

Reiseveranstalter den Kunden über den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle

angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über den

Wechsel unterrichtet wird.

Die Liste der Fluggesellschaften mit EU-Betriebsverbot (Gemeinschaftliche Liste, früher „Black List“)

ist auf folgender Internetseite abrufbar: ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/airban/

index_de.htm

 

14. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

14.1 Der Reiseveranstalter wird den Kunden/Reisenden über allgemeine Pass- und Visaerfordernisse

sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten des Bestimmungslandes einschließlich der ungefähren

Fristen für die Erlangung von gegebenenfalls notwendigen Visa vor Vertragsabschluss sowie über

deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten.

14.2 Der Kunde/Reisende ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich

notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und

Devisenvorschriften. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z.B. die

Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu Lasten des Kunden/Reisenden. Dies gilt nicht, wenn der

Reiseveranstalter nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

14.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger

Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt

hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten verletzt hat.

15. Rechtswahl

Der Vertrag unterliegt deutschem Recht. Die Rechtswahl berührt nicht die Geltendmachung

deliktischer Ansprüche sowie die mögliche Anwendbarkeit zwingender verbraucherschützender

Vorschriften nach dem Recht des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt

hat.

Gerichtsstand ist am Sitz der Vivalpin GmbH & Co KG in Garmisch-Patenkirchen.“